Pressemitteilung
26.05.2026
Travel Manager-Umfrage der CWT Solutions Group
zeigt die Kluft zwischen Realität und Wahrnehmung:
Carlson Wagonlit Travel untersucht den Einfluss der Low Cost Carrier
Die Auswirkungen der Low Cost Carrier auf die gesamten Flugausgaben
werden von den Unternehmen häufig überschätzt,
so das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Solutions Group, Beratungsschwester
von Geschäftsreise-Anbieter Carlson Wagonlit Travel (CWT).
Die Aussagen von 38 Travel Managern multinationaler europäischer
Firmen ergaben, dass zwei Drittel bei den Billigfluglinien ein
Einsparpotenzial von 30-70 Prozent gegenüber den verhandelten
Firmenraten auf einer bestimmten Strecke sehen. Für einzelne
Routen liegen die Befragten nach Einschätzung von CWT nicht
falsch: "Nach unseren Erkenntnissen zeigen die Schätzungen,
dass die Low Cost-Tarife auf den Hauptrouten im Durchschnitt 56
Prozent unter den vereinbarten Firmenraten mit herkömmlichen
Fluggesellschaften liegen", so Hervé Joseph-Antoine,
Air Solutions Direktor bei der CWT Solutions Group. Was jedoch
die Gesamtflugkosten angeht, so gehen fast die Hälfte der
interviewten Travel Manager von einem Einsparpotenzial von mehr
als 10 Prozent aus, während CWT hier das Maximum bei 3-5
Prozent sieht. Der geringere Wert ist darauf zurückzuführen,
dass die Billigfluglinien nur 102 von 24.500 Routen bedienen,
wovon nur 15 von den großen Flughäfen wie London Heathrow,
Paris Orly oder Frankfurt starten. Joseph-Antoine schätzt
den Anteil der Low Cost Carrier am gesamten Flugaufkommen auf
8 Prozent, bei zwei täglichen Frequenzen sogar nur auf einen
erreichbaren Marktanteil von 5,5 Prozent. Im Einzelfall kommt
somit bei den Billigfliegern zeitweilig ein geringerer Flugpreis
zum Tragen, dessen Einfluss auf die Gesamtkosten jedoch kleiner
ausfällt, als von Travel Managern angenommen.
Großer Druck innerhalb der Unternehmen
Sowohl vom Topmanagement als auch von den einzelnen Reisenden
wird immer stärker gefordert, das Angebot der Low Cost Carrier
zu nutzen, bestätigt die Hälfte aller befragten Travel
Manager. Dieser Druck wird unabhängig von den Bedingungen
erzeugt, die mit der Buchung der Billigfluglinien einhergehen.
So starten die meisten No Frills von kleineren Flughäfen
wie Frankfurt-Hahn in Deutschland, Beauvais in Frankreich oder
London Stansted in Großbritannien, die ca. zwei Stunden
von den großen Stadtzentren entfernt sind. Weitere Nachteile
für Geschäftsreisende sind die langen Buchungsvorläufe
für den günstigsten Tarif, die geringe Flexibilität
bei Umbuchungen und Rückerstattungen sowie die schlechten
Ausweichmöglichkeiten bei Betriebsausfällen. Darüber
hinaus ist die dynamische Preisgestaltung der Billigfluglinien
überaus komplex und stark nachfragebedingt. So können
z. B. die Rückflüge auf einer Strecke 4-5 Mal so teuer
sein wie die Hinflüge. "Es gibt noch zahlreiche Einschränkungen,
die es zu überwinden gilt, bevor der Service der Low Cost
Carrier den Ansprüchen der Geschäftsreisenden genügt.
Erst dann wird eine breite Akzeptanz der Billigfluglinien in der
Branche stattfinden", so Richard Lovell, CWT Executive Vice
President in Europa.
Aktuelle und zukünftige Einsparpotenziale durch Low Cost
Carrier
Trotz der angesprochenen Schwierigkeiten, die für die Nutzung
der Billigflieger heute noch gelten, können die No Frills
zur Senkung der Reisekosten beitragen. "Die Situation variiert
von Fall zu Fall und bedarf einer auf den jeweiligen Kunden zugeschnittenen
Herangehensweise, um optimale Kosteneinsparungen zu erreichen.
Besonders für Kunden, die in der Nähe eines von Low
Cost Carriern bedienten Flughafens ansässig sind, kann die
Nutzung deutlich gesteigert werden", so Hervé Joseph-Antoine.
Von Deutschland aus ist London die am meisten angeflogene No Frills-Destination
für Geschäftsreisende-Paris, Nizza, Rom, Venedig und
Barcelona sind weitere wesentliche Ziele.
Eine weitere Entwicklung der Low Cost Carrier zeigt sich mehr
und mehr an ihrem Einfluss auf die konventionellen Fluggesellschaften.
Diese reagieren mit zwei Strategien auf das vermehrte Auftreten
der No Frills in der Geschäftsreisebranche. Entweder wird
der Service fokussiert und betont, dass nicht an der Qualität
geknausert wird. Oder es werden eigene Niedrigtarife lanciert,
um sich dem Preiskampf mit den Low Cost Carriern zu stellen. Große
Kosteneinsparungen sind auf Firmenseite zu erwarten, wenn sie
die jetzige Situation voll zu nutzen wissen. Dabei will Geschäftsreiseanbieter
CWT helfen: "Wir verfolgen die Entwicklungen durch die Low
Cost Carrier sehr genau. Die operativen Einheiten werden mit Such-
und Buchungsmaschinen ausgestattet, so dass wir unseren Kunden
diese Leistung anbieten können, sofern das Preis-Leistungsverhältnis
für unsere Kunden günstig ist", so Richard Lovell
über den Umgang mit den Low Cost Carriern.
Kontakt
Carlson Wagonlit Travel
Martina Eggler
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